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FAQ - Fragen und Antworten

Häufige Fragen zu CompuClinic-Software, ATA-Passwörtern, USB-Adaptern, unterstützten Laufwerken, Windows-Versionen und forensischen Besonderheiten.

Hinweis zu USB-Adaptern:
Für viele Funktionen ist entscheidend, ob der verwendete USB-Adapter die benötigten ATA-Kommandos korrekt an die Festplatte weiterleitet. Nicht jeder Adapter ist dafür geeignet. Bewährt haben sich je nach Anwendung Adapter mit eigenem Netzteil und guter ATA-/SAT-Unterstützung.

1. Anschluss, Laufwerke und Kompatibilität

Welche Anschlusstypen unterstützt die Software?

Unterstützt werden ATA-konforme SATA-, PATA/IDE- und USB-Festplatten, sofern der jeweilige Anschluss bzw. USB-Adapter die benötigten ATA-Kommandos korrekt weiterleitet. Die tatsächlich verfügbaren Funktionen hängen von Windows-Version, Controller, Anschlussart und Adapter-Chipsatz ab.

Kann die Software auch mit SSD-Laufwerken eingesetzt werden?

Standard-ATA-Funktionen wie das Setzen eines bekannten ATA-Passwortes oder das Entsperren mit bekanntem Passwort können bei ATA-konformen SSDs grundsätzlich funktionieren. Automatische Entsperrverfahren sind jedoch modell- und herstellerabhängig und nicht pauschal für SSDs freigegeben.

Können Toshiba-SSD-Laufwerke automatisch entsperrt werden?

Nein. Die automatische Entsperrung ist für unterstützte Toshiba-Festplattenmodelle vorgesehen, nicht für Toshiba-SSDs.

Können alle Toshiba SATA-, PATA/IDE- und USB-Festplatten automatisch entsperrt werden?

Nein. Die automatische Entsperrung funktioniert nur bei unterstützten und getesteten Toshiba-Festplattenfamilien. Unterstützte Modellfamilien können je nach Firmware, Elektronik und Modellvariante unterschiedlich reagieren.

Unterstützte bzw. bisher aufgeführte Modellfamilien sind unter anderem: MAV, MAT, GAP, GAS, GAX, GAC, GSX, GSY, GACE, GSXF, GSXN, GSXP, GSYN, GSGF, GAA, GSL, GAH, GAL, GSG, GSS, GSM, GSC, MQ01ABF, MQ01ABD, MQ01UBB, MQ01UBD und MQ01ABB.

Eine unterstützte Toshiba-Festplatte kann nicht automatisch entsperrt werden. Warum?

Auch bei grundsätzlich unterstützten Modellfamilien kann es Abweichungen geben. Mögliche Ursachen sind geänderte Firmware, andere Elektronikvarianten, USB-Brücken, OEM-Sonderversionen oder ein abweichender interner Aufbau der Festplatte.

Haben Sie auch Unlock-Software für andere Festplattenhersteller?

Ja. Neben Toshiba gibt es auch Software für Western-Digital-Festplatten. Weitere Hersteller oder Speziallösungen sind abhängig vom jeweiligen Laufwerksmodell, der Firmware, der Schnittstelle und dem technischen Aufwand.

2. ATA-Passwort, Entsperrung und Besonderheiten

Eine HDD aus einem Notebook konnte am PC mit bekanntem Passwort nicht entsperrt werden. Warum?

Bei Notebook-Passwörtern können Tastatur-Scancodes, BIOS-Umsetzung oder Herstellerlogik eine Rolle spielen. Ein am Notebook vergebenes ATA-Passwort funktioniert daher am PC nicht immer identisch. Bei unterstützten Toshiba-Festplatten kann eine automatische Entsperrung je nach Modell dennoch möglich sein.

Eine Festplatte wurde mit der Option ATA-Passwort „verschlüsselt“ gesperrt und kann in anderer Software nicht entsperrt werden. Warum?

Wenn ein ATA-Passwort in einer speziellen bzw. verschlüsselten Form gespeichert wurde, kann die Entsperrung in anderer Software fehlschlagen. Soll das Passwort möglichst kompatibel mit anderen Tools bleiben, sollte es im Klartext bzw. in einer kompatiblen Form gespeichert werden, sofern diese Option verfügbar ist.

Zeigt die Software das gespeicherte ATA-Passwort aus der Festplatte an?

In der Regel nein. Das ATA-Passwort wird nicht einfach aus der Festplatte ausgelesen. Beim Setzen eines ATA-Passwortes kann das verwendete Passwort im Log bzw. Protokoll angezeigt werden, sofern diese Funktion im jeweiligen Tool vorgesehen ist.

Ich habe nie ein Passwort vergeben und plötzlich wird ein Festplatten-Passwort verlangt. Wie kann das passieren?

Durch Fehler in Mainboard, BIOS/UEFI, Firmware, Elektronik oder durch eine fehlerhafte Kommunikation kann eine Festplatte plötzlich als ATA-gesperrt erscheinen. Wenn die Firmware und Elektronik der Festplatte nicht beschädigt sind, kann bei unterstützten Modellen unter Umständen eine automatische Entsperrung möglich sein.

Verändert die automatische Entsperrung Benutzerdaten oder Firmware auf der Festplatte?

Die automatische Entsperrung ist darauf ausgelegt, keine Benutzerdaten zu verändern. Gerade im forensischen Umfeld ist dies wichtig. Trotzdem sollte vor jeder Arbeit an Datenträgern immer geprüft werden, welche Funktion konkret ausgeführt wird und ob eine forensische Arbeitsweise erforderlich ist.

3. Windows, Erkennung und Gerätemanager

Welche Windows-Versionen werden unterstützt bzw. wurden für die Software freigegeben?

Die unterstützten Funktionen hängen stark von Windows-Version, Treibern, Anschlussart und Adapter ab. Ältere Versionen wie Windows 7 können je nach Funktion und Anschlussart andere Möglichkeiten bieten als neuere Windows-Versionen.

Unter Windows 8 / 8.1 / 10 und neuer können direkte SATA-/PATA-Funktionen eingeschränkt sein. Viele Funktionen sind über kompatible USB-Adapter besser nutzbar, sofern der Adapter die benötigten ATA-Kommandos korrekt weiterleitet.

Eine gesperrte SATA- oder PATA/IDE-Festplatte wird im Windows-Gerätemanager nicht erkannt. Was kann ich tun?

Wenn die Festplatte im laufenden Betrieb angeschlossen wurde, kann es helfen, im Gerätemanager die Suche nach neuer Hardware auszuführen. In manchen Fällen ist ein Neustart mit bereits angeschlossener gesperrter Festplatte erforderlich. Beachten Sie, dass Windows bei gesperrten oder problematischen Datenträgern teilweise sehr lange reagieren kann.

Im Programm wird eine gesperrte SATA-Festplatte als BIOS-Sicherheit / Frozen angezeigt. Warum?

BIOS/UEFI oder Windows können ATA-Sicherheitsfunktionen beim Start in den Zustand „Frozen“ setzen. Dadurch sollen während des laufenden Betriebs keine sicherheitsrelevanten ATA-Einstellungen verändert werden.

Manchmal hilft es bei SATA-Festplatten, das Datenkabel für einige Sekunden zu trennen und anschließend wieder anzustecken. Dies funktioniert jedoch nicht immer. Alternativ kann ein kompatibler USB-Adapter hilfreich sein.

4. USB-Adapter und externe Festplatten

Funktionieren alle USB-Adapter für SATA- oder PATA/IDE-Festplatten?

Nein. Jeder USB-Adapter verwendet einen eigenen Controller bzw. Chipsatz. Dieser entscheidet, welche ATA-Kommandos vom PC zur Festplatte weitergeleitet werden. Manche Adapter unterstützen viele ATA-/SAT-Kommandos, andere nur sehr eingeschränkt.

Dadurch können Funktionen wie ATA-Security, HPA/DCO, SMART oder bestimmte Festplatteninformationen fehlerhaft, unvollständig oder gar nicht verfügbar sein. Es ist sinnvoll, mehrere unterschiedliche Adapter zum Testen verfügbar zu haben.

Welche USB-Adapter oder Chipsätze sind am kompatibelsten?

Eine vollständige Kompatibilitätsliste gibt es nicht, da Adapter und Chipsätze je nach Revision unterschiedlich arbeiten können. In der Praxis haben sich manche Adapter mit guter ATA-/SAT-Unterstützung als zuverlässiger erwiesen als sehr einfache USB-Gehäuse.

Adapter mit eigenem Netzteil sind besonders bei 3.5"-Festplatten und bei instabilen Laufwerken oft die bessere Wahl. Der früher häufig genannte JM20329-Chipsatz war in vielen älteren USB-/IDE-/SATA-Adaptern verbreitet, entscheidend bleibt aber immer das konkrete Adaptermodell und dessen Firmware.

Eine externe USB-Festplatte ohne Netzteil konnte nicht temporär entsperrt werden. Warum?

Bei vielen externen USB-Festplatten ohne eigenes Netzteil, insbesondere bei 2.5"-USB-Laufwerken, sind bestimmte ATA-Security-Funktionen über die USB-Brücke eingeschränkt. In manchen Fällen kann das ATA-Passwort nur vollständig deaktiviert werden, während eine temporäre Entsperrung nicht zuverlässig möglich ist.

Externe USB-Festplatten mit eigenem Netzteil oder SATA-/PATA-Laufwerke über einen kompatiblen USB-Adapter bieten häufig bessere Voraussetzungen.

Kauf-/Adapterhinweis:
Prüfen Sie vor dem Einsatz, ob Ihr USB-Adapter die benötigten ATA-Kommandos unterstützt. Die reine Erkennung der Festplatte unter Windows bedeutet nicht automatisch, dass auch ATA-Security-, HPA-/DCO- oder SMART-Funktionen korrekt funktionieren.

Beispiel aus der Praxis: DIGITUS DA-70148-4, USB-Festplattenadapter SATA/IDE 2.5"/3.5" mit Netzteil.

5. Forensik und Schreibblocker

Funktioniert die automatische Passwortentfernung an einem physikalischen Schreibblocker?

In den meisten Fällen nein. Viele Writeblocker erkennen eine gesperrte Festplatte und verhindern den direkten Zugriff. Außerdem werden viele ATA-Kommandos für ATA-Security, HPA oder DCO nicht an die Software weitergereicht.

Das Abschalten oder Ändern eines ATA-Passwortes ist unter diesen Umständen meist nicht möglich. Für forensische Arbeit muss deshalb vorab geprüft werden, welche Vorgehensweise zulässig und technisch möglich ist.

Warum sind HPA und DCO für Forensik und Diagnose wichtig?

HPA und DCO können die sichtbare Kapazität oder bestimmte Eigenschaften einer Festplatte beeinflussen. Dadurch können Bereiche für Betriebssystem und Standardprogramme unsichtbar sein. Gerade in der Forensik ist es wichtig, solche Bereiche zu erkennen und korrekt zu bewerten.

6. Bestellung, Lizenz und Nutzung

Darf die Software privat und gewerblich genutzt werden?

Ja, sofern die jeweilige Lizenz dies erlaubt und die Software ausschließlich innerhalb der lizenzierten Hardware-/Systemumgebung verwendet wird. Bitte beachten Sie hierzu das Software-Lizenzmodell.

Kann ich die Software auf einen anderen Computer übertragen?

Nein, bei einer Einzelplatz-/Arbeitsplatzlizenz ist die Software an die konkrete Hardware-/System-ID des lizenzierten Rechners gebunden. Ein Wechsel von Computer, Mainboard, CPU, Systemlaufwerk oder Windows-Version kann die Lizenz ungültig machen. In solchen Fällen ist grundsätzlich eine neue Lizenz erforderlich.

Was passiert nach der Bestellung?

Nach der Bezahlung erhalten Sie die weitere Bearbeitung per E-Mail. Bitte prüfen Sie auch Ihren Spam-Ordner, falls innerhalb der angegebenen Bearbeitungszeit keine Nachricht eingetroffen ist.

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