Häufige Fragen zu CompuClinic-Software, ATA-Passwörtern, USB-Adaptern, unterstützten Laufwerken, Windows-Versionen und forensischen Besonderheiten.
Unterstützt werden ATA-konforme SATA-, PATA/IDE- und USB-Festplatten, sofern der jeweilige Anschluss bzw. USB-Adapter die benötigten ATA-Kommandos korrekt weiterleitet. Die tatsächlich verfügbaren Funktionen hängen von Windows-Version, Controller, Anschlussart und Adapter-Chipsatz ab.
Standard-ATA-Funktionen wie das Setzen eines bekannten ATA-Passwortes oder das Entsperren mit bekanntem Passwort können bei ATA-konformen SSDs grundsätzlich funktionieren. Automatische Entsperrverfahren sind jedoch modell- und herstellerabhängig und nicht pauschal für SSDs freigegeben.
Nein. Die automatische Entsperrung ist für unterstützte Toshiba-Festplattenmodelle vorgesehen, nicht für Toshiba-SSDs.
Nein. Die automatische Entsperrung funktioniert nur bei unterstützten und getesteten Toshiba-Festplattenfamilien. Unterstützte Modellfamilien können je nach Firmware, Elektronik und Modellvariante unterschiedlich reagieren.
Unterstützte bzw. bisher aufgeführte Modellfamilien sind unter anderem: MAV, MAT, GAP, GAS, GAX, GAC, GSX, GSY, GACE, GSXF, GSXN, GSXP, GSYN, GSGF, GAA, GSL, GAH, GAL, GSG, GSS, GSM, GSC, MQ01ABF, MQ01ABD, MQ01UBB, MQ01UBD und MQ01ABB.
Auch bei grundsätzlich unterstützten Modellfamilien kann es Abweichungen geben. Mögliche Ursachen sind geänderte Firmware, andere Elektronikvarianten, USB-Brücken, OEM-Sonderversionen oder ein abweichender interner Aufbau der Festplatte.
Ja. Neben Toshiba gibt es auch Software für Western-Digital-Festplatten. Weitere Hersteller oder Speziallösungen sind abhängig vom jeweiligen Laufwerksmodell, der Firmware, der Schnittstelle und dem technischen Aufwand.
Bei Notebook-Passwörtern können Tastatur-Scancodes, BIOS-Umsetzung oder Herstellerlogik eine Rolle spielen. Ein am Notebook vergebenes ATA-Passwort funktioniert daher am PC nicht immer identisch. Bei unterstützten Toshiba-Festplatten kann eine automatische Entsperrung je nach Modell dennoch möglich sein.
Wenn ein ATA-Passwort in einer speziellen bzw. verschlüsselten Form gespeichert wurde, kann die Entsperrung in anderer Software fehlschlagen. Soll das Passwort möglichst kompatibel mit anderen Tools bleiben, sollte es im Klartext bzw. in einer kompatiblen Form gespeichert werden, sofern diese Option verfügbar ist.
In der Regel nein. Das ATA-Passwort wird nicht einfach aus der Festplatte ausgelesen. Beim Setzen eines ATA-Passwortes kann das verwendete Passwort im Log bzw. Protokoll angezeigt werden, sofern diese Funktion im jeweiligen Tool vorgesehen ist.
Durch Fehler in Mainboard, BIOS/UEFI, Firmware, Elektronik oder durch eine fehlerhafte Kommunikation kann eine Festplatte plötzlich als ATA-gesperrt erscheinen. Wenn die Firmware und Elektronik der Festplatte nicht beschädigt sind, kann bei unterstützten Modellen unter Umständen eine automatische Entsperrung möglich sein.
Die automatische Entsperrung ist darauf ausgelegt, keine Benutzerdaten zu verändern. Gerade im forensischen Umfeld ist dies wichtig. Trotzdem sollte vor jeder Arbeit an Datenträgern immer geprüft werden, welche Funktion konkret ausgeführt wird und ob eine forensische Arbeitsweise erforderlich ist.
Die unterstützten Funktionen hängen stark von Windows-Version, Treibern, Anschlussart und Adapter ab. Ältere Versionen wie Windows 7 können je nach Funktion und Anschlussart andere Möglichkeiten bieten als neuere Windows-Versionen.
Unter Windows 8 / 8.1 / 10 und neuer können direkte SATA-/PATA-Funktionen eingeschränkt sein. Viele Funktionen sind über kompatible USB-Adapter besser nutzbar, sofern der Adapter die benötigten ATA-Kommandos korrekt weiterleitet.
Wenn die Festplatte im laufenden Betrieb angeschlossen wurde, kann es helfen, im Gerätemanager die Suche nach neuer Hardware auszuführen. In manchen Fällen ist ein Neustart mit bereits angeschlossener gesperrter Festplatte erforderlich. Beachten Sie, dass Windows bei gesperrten oder problematischen Datenträgern teilweise sehr lange reagieren kann.
BIOS/UEFI oder Windows können ATA-Sicherheitsfunktionen beim Start in den Zustand „Frozen“ setzen. Dadurch sollen während des laufenden Betriebs keine sicherheitsrelevanten ATA-Einstellungen verändert werden.
Manchmal hilft es bei SATA-Festplatten, das Datenkabel für einige Sekunden zu trennen und anschließend wieder anzustecken. Dies funktioniert jedoch nicht immer. Alternativ kann ein kompatibler USB-Adapter hilfreich sein.
Nein. Jeder USB-Adapter verwendet einen eigenen Controller bzw. Chipsatz. Dieser entscheidet, welche ATA-Kommandos vom PC zur Festplatte weitergeleitet werden. Manche Adapter unterstützen viele ATA-/SAT-Kommandos, andere nur sehr eingeschränkt.
Dadurch können Funktionen wie ATA-Security, HPA/DCO, SMART oder bestimmte Festplatteninformationen fehlerhaft, unvollständig oder gar nicht verfügbar sein. Es ist sinnvoll, mehrere unterschiedliche Adapter zum Testen verfügbar zu haben.
Eine vollständige Kompatibilitätsliste gibt es nicht, da Adapter und Chipsätze je nach Revision unterschiedlich arbeiten können. In der Praxis haben sich manche Adapter mit guter ATA-/SAT-Unterstützung als zuverlässiger erwiesen als sehr einfache USB-Gehäuse.
Adapter mit eigenem Netzteil sind besonders bei 3.5"-Festplatten und bei instabilen Laufwerken oft die bessere Wahl. Der früher häufig genannte JM20329-Chipsatz war in vielen älteren USB-/IDE-/SATA-Adaptern verbreitet, entscheidend bleibt aber immer das konkrete Adaptermodell und dessen Firmware.
Bei vielen externen USB-Festplatten ohne eigenes Netzteil, insbesondere bei 2.5"-USB-Laufwerken, sind bestimmte ATA-Security-Funktionen über die USB-Brücke eingeschränkt. In manchen Fällen kann das ATA-Passwort nur vollständig deaktiviert werden, während eine temporäre Entsperrung nicht zuverlässig möglich ist.
Externe USB-Festplatten mit eigenem Netzteil oder SATA-/PATA-Laufwerke über einen kompatiblen USB-Adapter bieten häufig bessere Voraussetzungen.
In den meisten Fällen nein. Viele Writeblocker erkennen eine gesperrte Festplatte und verhindern den direkten Zugriff. Außerdem werden viele ATA-Kommandos für ATA-Security, HPA oder DCO nicht an die Software weitergereicht.
Das Abschalten oder Ändern eines ATA-Passwortes ist unter diesen Umständen meist nicht möglich. Für forensische Arbeit muss deshalb vorab geprüft werden, welche Vorgehensweise zulässig und technisch möglich ist.
HPA und DCO können die sichtbare Kapazität oder bestimmte Eigenschaften einer Festplatte beeinflussen. Dadurch können Bereiche für Betriebssystem und Standardprogramme unsichtbar sein. Gerade in der Forensik ist es wichtig, solche Bereiche zu erkennen und korrekt zu bewerten.
Ja, sofern die jeweilige Lizenz dies erlaubt und die Software ausschließlich innerhalb der lizenzierten Hardware-/Systemumgebung verwendet wird. Bitte beachten Sie hierzu das Software-Lizenzmodell.
Nein, bei einer Einzelplatz-/Arbeitsplatzlizenz ist die Software an die konkrete Hardware-/System-ID des lizenzierten Rechners gebunden. Ein Wechsel von Computer, Mainboard, CPU, Systemlaufwerk oder Windows-Version kann die Lizenz ungültig machen. In solchen Fällen ist grundsätzlich eine neue Lizenz erforderlich.
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